Franz Hörmann und das Ende des Geldes

Die Wirtschaftsuniversität Wien ist nicht für ihre kritische Wirtschaftslehre bekannt. Vielmehr wird marktkonforme Dogmengeschichte im neoliberalen Stil gelehrt, alternative Theorien kommen, wenn überhaupt, nur als Fußnote vor. Der Geist Karl Poppers scheint die sterilen Hallen des Universitätszentrum Althanstraße nie betreten zu haben. Als kritischer WU-Studierender wird man dem leicht zustimmen, als unkritischer ist man meist selber mit seinen Aussagen und Handlungen der beste Beweis. Man wird selten einen WU-Absolventen treffen, der die Aussage "Der Markt ist die effizienteste Organisationsform der Wirtschaft" nicht sofort unterschreiben würde.
Umso mehr war ich überrascht, dass es ein WU-Professor war, der offen in einer österreichischen Tageszeitung über den Zusammenbruch der Wirtschaft und das Enteignungsmodell der Banken sprach.
Ich habe Professor Franz Hörmann getroffen und mit ihm über seine Thesen geplaudert.

Die Wesen jenseits unserer Sinne

Wir nehmen die Welt um uns herum mit unseren Sinnen wahr. Traditionell spricht man, wie auch schon von Aristoteles beschrieben, von den fünf Sinnen: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. Sehen wir von anderen möglichen Einteilungen ab und vernachlässigen wir transzendentes, apriorisches, tautologisches oder auch spirituelles Wissen, so erlangen wir unser Wissen über die Welt komplett über unsere Sinne. Wir sehen die Tiere um uns herum, wir spüren den Wind und die Sonne auf unserer Haut, wir schmecken die unterschiedlichen Gewürze, wir riechen Gerüche. Unsere komplette moderne, empirische Wissenschaft ist darauf aufgebaut, dass wir Phänomene über unsere Sinne wahrnehmen oder wahrnehmbar machen (im Experiment, über die Technik,...) und uns versuchen zu erklären.
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